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WAS VOM GALLERY WEEKEND ÜBRIG BLEIBT

Für in Berlin lebende Kunstliebende beginnt die schönste Zeit des Kunstjahres, wenn das Gallery Weekend zu ende ist. Die Events sind vorbei, der Rausch verebbt, die Gäste abgereist, aber das, was den eigentlichen Anlass bildet und während desselben bisweilen zum Bühnenbild verkommt (obwohl es einem Gallery-Weekend-Ausstellungsbrauch folgend zum Besten gehört, dessen die Kunst fähig ist), ist immer noch da und kann in aller Ruhe ein paar Wochen lang betrachtet werden.

Als Begleitung für den Gang durch die aktuelle Spitzenausstellungslandschaft sehr zu empfehlen ist der in Partnerschaft mit Sponsor Audemars Piguet herausgegebene offizielle Gallery Weekend Berlin Guide, denn der ist ja über die gesamte Laufzeit der Ausstellungen noch gültig, und die meisten enden nicht vor Mitte Juni. Wer keinen abbekommen hat, bittet bei einer der Teilnehmer-Galerien um ein Exemplar. Sollten die Führer unbedachterweise einer vorzeitigen Entsorgung zum Opfer gefallen sein, bleibt immer noch die digitale Version auf der GW-Website.

Tatsächlich könnte man diesen Führer sehr gut und ganz einfach als Verlängerung des Gallery Weekends und Zeichen seiner Nachwirkung positionieren, wenn man ihn nicht genau auf Anfang und Ende des Events datieren, sondern als Startschuss für eine Ballung von Ausstellungs-Highlights kommunizieren und distribuieren würde. Er ist nämlich wirklich gut gemacht und funktioniert auch gut als Schnelldurchlauf für Leute, die möglichst viel in möglichst kurzer Zeit sehen wollen. Zu jeder Ausstellung gibt es einen kurzen Text zur gezeigten Position und Abbildungen von Schlüsselwerken. Um etwaigen Enttäuschungen vorzubeugen: Die süße kleine weiße Maus, die Ryan Gander bei Esther Schipper die Wand durchfressen ließ und die zum heimlichen Maskottchen des diesjährigen Gallery Weekends avancierte, ist nicht abgebildet.

Apropos abgebildet: Untenstehende Bildergalerie versammelt ein paar Wimmelbilder vom offiziellen Gallery Weekend Dinner (quasi das Kunstwelt-Äquivalent zur biblischen Speisung der Fünftausend), auf denen so viele Gesichter abgebildet sind, dass ihre Namen zu nennen unmöglich wäre, was aber auch insofern müßig ist, als eh alle da waren.

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